Die Wiege der Menschheit

Kein anderes System ist historisch von größerer Bedeutung, als das Sol-System. Hier liegen die Wurzeln der Menschheit und auch, wenn es manchen nicht gefällt, hier ist die Menschheit mehr Mensch, als anderswo.

Eigentlich ein recht unspektakuläres System, wenn schon von Sonnensystemen reden. Ein gewöhnlicher Hauptreihenstern, 8 Planeten, davon zwei Gasriesen und zwei Uraniden und jede Menge Geröll. Eine große Zahl kleiner und mittlerer Siedlungen existieren hier in allen Bereichen des Systems. Jede denkbare Facette der Siedlungsformen wurde hier erprobt und in kaum einem System ist die Bevölkerungsdichte höher. Die wichtigsten Siedlungsräume liegen hier:

  • Terra
  • Mars
  • Selen
  • Europa

Alle vier Welten sind von immenser wirtschaftlicher, kultureller und politischer Bedeutung, nicht nur in der FRT. Mars, als Sitz der Regierung und Zentrum der Wirtschaft, ist die wichtigste Welt, aber auch Europa, als landwirtschaftliches Zentrum ist unverzichtbar für das Sol-System. Terra, die einstige Wiege der Menschheit, hält nach wie vor den Status des kulturellen Zentrums und gewinnt seit der Neubesiedlung rasant an Einfluß auch in anderen Gebieten. Zwischen Mars und Terra entspinnt sich allmählich eine gespannte Konkurrenz um die Vorherrschaft. Unbeirrt davon zieht Selen seine Bahnen um Terra, sicher, daß niemand im System an ihrer industriellen Bedeutung umhin kommt. Produktion im Sol-System, das bedeutet 'Made on Selen'.

Daneben florieren dutzende kleinerer Ansiedlungen auf verschiedenen Himmelskörpern, wie zB Ceres, ein Ballungsgebiet von allein mehr als einem Dutzend bewohnter Asteroiden.

Ein weiterer, wichtiger Ort im System ist wohl Serenity, das Wrack der alten, republikanischen Regierungs- und Verwaltungsstation. Eigentlich eher eine orbitale Großstadt, wurde sie im Bürgerkrieg von veganischen Streitkräften bombardiert, konnte jedoch nicht gänzlich zerstört werden. Die Überreste kreisen jetzt in einem stabilen Orbit um Jupiter, zum einen als Gedenkstätte und politisches Symbol, zum anderen entsteht hier auch eine neue Orbitalstadt, die um das Denkmal herumgebaut wird. Die Federal Spatial Forces, die Flotte der FRT nutzt sie auch als Stützpunkt. Mittlerweile bildet New Serenity ein ernstzunehmendes Ballungsgebiet und ist zugleich ein potentielles Ziel für Saboteure, welche die FRT im Herzen treffen möchten.

Der Mars

Wie gesagt ist der Mars heute das politische Zentrum der Sonnensystems und im Prinzip sogar der FRT. In den Zeiten der United Republic wurde der Planet umfassend besiedelt und tiefgreifend verändert. Mars ist einer der ganz wenigen Beispiele erfolgreichen Terraformings. Es bedecken ihn heute wieder einige bescheidene Meere und das Magnetfeld ist auf 0.6 Magnituden des Erdmagnetfeldes verstärkt worden. Der Luftdruck liegt mittlerweile bei 0,6 Bar und enthält deutlich mehr Sauerstoff, als es auf Terra der Fall ist. Ein Mensch kann ohne Hilfsmittel auf der Oberfläche gut überleben, obwohl es zu Anfang wohl nicht sehr angenehm sein dürfte. Es ist außerdem recht kühl. Durch die dichtere Atmosphäre liegen die Durchschnittstemperaturen immerhin bei etwa 10 bis 12°C. Ein dichter Ring grüner Vegetation umschließt den Äquator. Es wird Landwirtschaft betrieben, doch bleibt die Welt abhängig von der europäischen Produktion (europäisch wie in Europa, dem Jupitermond. Das irdische Land Europa gibt es schon lange nicht mehr).

Die Marsianer sind ein aufgeschlossenes, umtriebiges Völkchen, daß mit viel wirtschaftlichen Geschick und Geschäftssinn ihrer Welt einen galaktischen Logenplatz gesichert hat. Apropos Loge, das marsianische Kapitel der Loge ist eines der mächtigsten überhaupt und dominiert selbst einen Cluster entfernt noch das Geschehen der Finanzwelt.

Die wichtigsten Ballungsgebiete des Mars sind Cydonia, Olympus Mons, Barsoom und Valles Marineris.

Olympus Mons hat eine lange Militär-Tradition. Die ursprünglichen republikanischen Militärakademien sind hier wieder aufgebaut worden und pflegen seither ihr Image als einer der besten Ausbildungsstätten für Strategie, Taktik und einheitlichen Stumpfsinn. Sorry, mein Anti-Militarismus schlägt durch.

Cydonia hingegen ist die faktische Hauptstadt des Mars. Sie ist kleiner als die anderen, vereint aber die größte politische Machtfülle. Sie ist auch die älteste Marskolonie und umgibt sich gern mit dem Habitus einer akademischen Stätte. Die Akademien und Universitäten hier haben aber nicht den gleichen Ruf wie die terranischen.

Valles Marineris ist unbestritten die größte der Städte - wenn auch nur Bevölkerungstechnisch. Hier liegt das Zentrum der bescheidenen Agrarökonomie des Planeten und auch der Gründungssitz der Gilde Hortikulum. Trotz der immensen Bevölkerungsdichte ist die Stadt eher unbedeutend verglichen mit den anderen drei Metropolen. Zumindest besitzt sie aber die beste Infrastruktur von allen.

Barsoom ist ein Fall für sich. Sie ist in allen Belangen nur die zweite der Städte - immer. Der Rang des ewig Zweiten schlägt sich auf die Psyche der Bewohner wieder: sie sind in der Regel übertrieben ehrgeizig. Der vorherrschende Eindruck der Stadt ist jener, ständig irgendeiner Sache hinterherzueilen. Ohne eine wirkliche Bedeutung zu haben, hat sich hier das Schattenreich der Zivilisation einen Thron geschaffen. Wenn es im Sol-System ein Zentrum der Unterwelt gibt, ist es Barsoom - quasi eine Art Mos Eisley und Nar Shaddaa in einem.

Selen

Selen ist der Mond Terras und heute wie in republikanischer Zeit ein bedeutendes Industriezentrum. Es gibt hier keine Freiluftkolonien, nur Kuppel- und Tunnelstädte, die Habitats. Reiche Vorkommen an verwertbaren Metallen und nützlichen Isotopen bescheren Selen eine üppige Versorgung mit Energie und Ressourcen. Was fehlt, kauft man aus dem Rest des Systems an. Fast zwei Drittel aller wichtigen Produktionsstandorte Sols befinden sich hier und die Exporte reichen bis nach Borealis und den Hyaden. Das Geflecht aus Habitats und Fabrikationsanlagen konzentriert sich um Tycho City, Apollo Region und Kopernikus. In Sachen Bevölkerung, Kultur oder Politik hat der Felsen wenig zu bieten, technologisch aber gibt es keine größere Spielwiese.

Europa

In prä-stellarer Zeit gab es eine Nation dieses Namens, doch die ist spätestens mit dem Rest der alten Erde von Vega ins All gebombt worden. Europa, damit ist heute einer der Vier Galileischen Monde Jupiters gemeint. Europa ist vor allem deshalb so bedeutend, weil hier mehr als die Hälfte aller Nahrungsmittel des Systems produziert werden. Unter der vereisten Oberfläche liegen gigantische Hydrotechnischer Farmen und Biofabriken. Die enormen Gezeitenkräfte des Jupiter treiben die Strömungstriebwerke an, die Europa mit Energie versorgen und die unvergleichliche Produktivität ermöglichen. Hier wird alles hergestellt, neutrale Nahrungskartuschen für Protein-Bio-Synthesizer bis hin zu exklusiven Steakfleisch.

Sämtliche Habitate liegen im oder unter dem Eis. Einige frei schwimmende Siedlungen betreiben das Schell-Fischen nach den einheimischen Meeresbewohner. Die Europäer haben darauf verzichtet, einzelne Städt zu bilden und organisieren sich stattdessen planetenumspannend als Europäer. Lediglich die Raumhäfen gehen extra und präsentieren sich nach außen (was hier sogar wortwörtlich gelten kann^^). Als bedeutendster Hafen kann man Lev Biotics nennen, einen Lebensmittel-Grossisten, der auch in den umliegenden Clustern bekannt ist.

Bis in die letzten Tiefen des planetaren Ozean unter dem Eis ist man nur stellenweise vorgedrungen. Weite Teile des felsigen Kerns sind noch immer unerforscht und es liegen gerüchteweise etliche alte Wracks von Raumschiffen und ganzen Habitaten am Meeresgrund. Metalle und Mineralien gewinnen die Europäer direkt aus dem Wasser oder aus den wenigen Bergwerken, die hier betrieben werden. Ansonsten achtet man hier peinlichst genau darauf, den Ozean nicht zu kontaminieren.

Terra

Nach dem Bombardement der veganischen Streitkräfte lag Terra konplett in Trümmern. Die Angreifer ließen keine Ansammlung von mehr als ein paar Häusern intakt und waren auch sonst sehr gründlich. Selbst die Fauna und Flora der Kontinente wurde fast vollständig vernichtet. Überlebt hat nur, was entlegen genug oder in größerer Wassertiefe gelebt hat. Einige hundert Jahre war Terra eine post-apokalyptische Einöde, bis sich mit der Terran Restoration Initiative eine Bewegung gründete, die den Wiederaufbau Terras als Lebensraum vorantrieb. Die Tier- und Pflanzenwelt wurde aus den exportierten Beständen teilweise wiederbevölkert, den Rest bildeten neue Arten aus den Kolonien. Man gründete insgesamt vier große Siedlungen, die bis heute die Hauptzentren darstellen: Antarctica auf dem ehemaligen Südpol (der jetzt etwa die Lage Australiens hat), Ameria auf dem nördlichen amerikanischen Subkontinent, Portica im früheren Afrika und Atlantis, die schwimmende Hauptstadt zwischen Portica und Ameria.

Die Neubesiedlung wurde mit großer Sorgfalt betrieben, um das sich erholende Ökosystem möglichst nicht zu belasten. Terra zählt heute zu den prächtigsten und idyllischsten Orten des Gildenraumes.

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