Das Veganische Commonwealth

Die Gesellschaft des Commonwealth könnte man als 'kapital-monarchistischen Kommunismus' bezeichnen. Die Mischung ist auf den ersten Blick schwer zu schlucken und wird auch bei näherem Hinsehen nicht wesentlich leichter. Zunächst ist jeder Bürger des Commonwealth Teil einer Versorgungsgesellschaft gehört zum Kapital der Gesellschaft. Sein Leben und seine Arbeitskraft gehört der Allgemeinheit, im Ausgleich hat er aber auch Anspruch auf vollständige Grundversorgung (mit der es aber nicht so weit her ist, recht gerade nicht zum Sterben). Dieses unterste Level nennt man Peonie (der Peon, viele Peone). Obwohl praktisch Leibeigene, verfügen sie dennoch über gewisse Rechte. Darüber residiert das allgemeine Bürgertum, das Patriziat (der Patrizier, viele Patrizier). Um als Patrizier angesehen zu werden, muß man einen entsprechend wichtigen Job ergattern. Mit diesem Status einher geht ein höheres Versorgungslevel und der erste Grad der Teilhaberschaft am Veganischen Commonwealth. Alle Bewohner ab dem Rang des Patriziers sind sozusagen Aktionäre des gesamten Staatsgebildes. Man hat Anteile an den Konzern, für den man arbeitet in Höhe der Wichtigkeit seiner Tätigkeit. Jedwedes Ansehen und die gesellschaftliche Stellung messen sich an diesem Anteil. Man bekommt so auch kein regelmäßiges Gehalt, sondern hat einen an den Stand angepaßten finanziellen Verfügungsrahmen, in dem einem Mittel zustehen (z.B. Wohnung, Fahrzeug et c).

Mit zunehmender Bedeutung innerhalb des jeweiligen Konzerns steigt der Anteil und der damit verbundene Verfügungsrahmen - und natürlich das Ansehen. Die Konzerne untereinander bieten unterschiedlich hohes Ansehen/Vermögensstände, der sich überdies auch im Laufe der Zeit auch ändern kann. Auch ein vollständiger Bankrott ist nicht unmöglich, wenn auch nicht besonders häufig. Ganz oben an der Spitze der Unternehmenshierarchie steht natürlich der Staatskonzern VRM, die Veganic Royal Mercantile. Der CEO der VRM ist gleichzeitig auch der Kron-Lord, der de-facto König des Commonwealth. Als dieser verfügt er über Weisungsgehalt über alle Funktionen des politischen, militärischen und wirtschaftlichen Lebens - allerdings nicht über die alleinige. Es gibt da noch den Kron-Rat, das Plenum - eine Versammlung ausgewählter Patrizier und zum Schluß noch die Versammlung der Arch-Lords, in dem die wichtigsten Funktionäre der bedeutendsten Unternehmen sitzen. Im Kron-Rat sitzen die Besitzer einiger traditioneller Posten, zum Beispiel der CEO der Royal Bank of Guardia als Finanzminister oder der oberste Lord-Kommandant der Flotten der Veganic Guarde, dem Militär. Sind sich alle drei Institutionen (Kron-Rat, Plenum und die Arch-Lords) einig, überstimmen sie den Kron-Lord und können den Aufsichtsrat der VRM sogar zwingen, ihn abzuberufen. In bestimmten Fragen ist eine bestimmte Institution auch vorrangig und dem Kron-Lord quasi gleichgestellt. Die Politik des Commonwealth ist ein ewiges Kräftemessen dieser vier Kräfte, die um Einfluß und Macht rangeln.

Das Prinzip des finanziellen Verfügungsrahmen zieht sich übrigens durch das gesamte Gesellschaftssystem, selbst der Kron-Lord hat kein Vermögen im eigentlichen Sinn, sondern nur die Verfügungsgewalt über einen finanziellen Anteil seines Konzerns - allerdings handelt es sich hier um den größten Anteil des bedeutendsten Konzerns des Commonwealth, also üppig.

Angehörige des veganischen Patriziats sind gewöhnlich unbewaffnet, besitzen jedoch in der Regel ein paar persönliche Waffen. Jeder Patrizier hat das Recht, sich und das Commonwealth mit Waffengewalt zu verteidigen, also darf man ihm diese Waffen nicht nehmen. Es ist jedoch strikt verboten, Waffen in der Öffentlichkeit zu tragen oder zu benutzen. Nur Angehörige der Milizia, der veganischen Polizeit und der Guarde, dem Militär, dürfen jederzeit bewaffnet sein. Die Milizia ist übrigens nur für Verbrechen zuständig: Mord, Aufruhr, Gewalt und Besitztumsdelikte. Ansonsten sind sie offizielle Schiedsleute und Zeugen, bei denen private Anzeigen erstattet werden können. Alle anderen Delikte wie Betrug oder Verletzung von Grundstücksgrenzen oder Vertragsstreitigkeiten sind Zuständigkeit der Gerichtshöfe.

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