Triolen Kultur

Religionen sind niemals einfach und prägen oft die Gesellschaftsformen. In Welten wie Arkanum, die so stark mythologisch sind und in denen es Kardinalkräfte wie Gut&Böse oder Chaos&Ordnung tatsächlich gibt, sind sie umso wichtiger, denn hier haben sie ausnahmsweise mal mehr oder minder Recht.

In Arkanum gibt es, neben einigen kleineren Glaubensrichtungen und Überzeugungen, vor allem die Triolische und die Schemitische Kirchen. Beide sind im bespielten/bebastelten Teil der Welt von großer Bedeutung, gehen von sehr ähnlichen Grundgedanken und 'Historien' aus (zB die Figur Asteros/Azhifer) und weichen von einander hauptsächlich in Nebensächlichkeiten ab. Beide mögen einander nicht sonderlich. Anhänger der Schemitischen Kirche werden auch Azhiten oder abfällig als Azzen bezeichnet. Schemiten hingegen schimpfen die Triolen gerne Schaafis (heißt 'Ungläubige'), nennen sie jedoch gegenüber (noch) niederen Religionen und Kulturen als Kitaphals (etwa 'die-lesen-können').

Kommen wir nun ohne weitere Umschweife zum ersten Kandidaten, der Triolischen Kirche

Die Triolen
Synonyme: der Stuhl/Roter Stuhl, Tugendhafte(selbst), Kirche Astaros', heilige astartesische Kirche
Zentrum: ja, Astarte (alt-saturisch: Neitena, hyadi: Albea)
Als Institution: der (Rote) Stuhl (zu Astarte)
Symbol: gleichschenkliges Dreieck
Zentrale Ideologie: das Buch der Tugenden (Liber Albris), Annales Asterotis, (neu) die Thesen des Magnus Semperfide (Magnus Immertreu)
Die Triolische Kirche führt sich zurück auf das Erscheinen einer angeblich historischen Figur vor rund tausend Jahren, mit dem Namen 'Asteros' in der damaligen Hauptstadt des Saturischen Reiches. Dieses Erscheinen habe den darauf folgenden Untergang des Weltreiches eingeläutet. Dabei ist nicht glaubhaft belegt, daß es A) Asteros tatsächlich gegeben hat B) der Zeitpunkt tatsächlich 1000 Jahre zurückliegt C) beides in irgendeinem Zusammenhang mit dem Zusammenbruch des einst mächtigsten Reiches stand, wie es propagiert wird.
Die Triolen sehen Asteros als himmlischen Gesandten, zu den Menschen gekommen um sie erkennen zu lassen, daß sie den Pfad der Tugenden verlassen haben und in Sünde leben. Daß die alten Saturier diese Tugenden nicht kannten spielt dabei natürlich keine Rolle. Asteros hinterließ seiner Gefolgschaft (den ersten Triolen) die Philosophie der Dreifaltigkeit und der Neun Tugenden. Der Glaube der Triolen übernahm danach die Herrschaft über die Stadt, die damals noch Neitena hieß und die alsbald in Astarte uumbenannt wurde. Hier liegt seit ehedem das Zentrum des Triolischen Glaubens, hier residiert der oberste Vertreter der Kirche und entscheidet mit seinem Rat, den hohen Würdenträgern und Wahrern des Wissens über die Geschicke seiner Religion.
Die Philosophie der Triolen
Sie basiert auf drei Prinzipien, der sogenannten Dreifaltigkeit (hence the name): Wahrheit, Mut und Liebe. Die Triolen verstehen diese Prinzipien als Grundpfeiler des Guten. Sie werden durch die drei Ecken des Dreiecks symbolisiert. Diesen Prinzipien sind die Tugenden beigeordnet, denen zu folgen jeder Triole in seinem Leben angehalten ist: Ehrlichkeit, Gerechtigkeit, Tapferkeit, Aufrichtigkeit, Mitgefühl und Hingabe. Aus diesen folgen unmittelbar die drei tugendhaften Wege: Ehre, Weisheit und Disziplin. Gewürzt wird das dann noch durch ein Sammelsurium von Erläuterungen, Anekdoten und dergleichen Schnick-Schnack mehr, den eine Religion zum glücklich sein braucht.
Achso, zur Kosomologier der Triolen: sie gehen davon aus, daß die Welt schon immer dagewesen ist, damit eines Tages die Menschen kommen, sie bewohnen und an die Dreifaltigkeit glauben. Verschiedene Unterbewegungen haben hier unterschiedliche Meinungen, was für internen Zündstoff sorgt. Die Himmel sind für die Triolen ein geisterhaftes Reich, bevölkert von Heerscharen von 'Engeln', wie Asteros einer gewesen sein soll.
Der größte Teil der Neu-Saturischen Nationen sind auf irgendeine Weise triolisch, auch wenn es hier, wie gesagt mitunter Unterschiede und sogar Glaubenskriege gibt.