Artes Magicae

Über die Magischen Künste

Die Welt Akranums ist geprägt von dem Kampf der Himmlischen und Infernalen Mächte. Ich vermeide hier bewußt Begriffe wie "Gut" und "Böse", wie auch "Chaos" und "Ordnung". Diese Konzepte treffen nicht ganz auf die beiden Kardinale zu - auch wenn beide den Kern näherungsweise durchaus treffen.

Die sterbliche, stoffliche Welt wird aus diesem Kampf maßgeblich geformt, daher dürfte es nicht verwundern, daß sie durchsetzt ist von Spuren der Präsenzen und Kräfte der Vertreter dieses Geheimen Krieges. Alles, was sich mit dem Studium oder gar Nutzung dieser Überbleibsel befaßt, kann unter dem Oberbegriff "Magische Künste" zusammengefasst werden. Die Sterbliche Welt wird von diesen widerwsprüchlichen Kräften überhaupt geformt, daher sind auch alle Aspekte des stofflichen Daseins grundsätzlich angreifbar für die Kräfte, die den Himmeln und dem Inferno zueigen sind. Bestimmte Methoden und Techniken sind für die Sterblichen aber praktikabler und nützlicher als andere - und viele Bereiche der "Magie" sind sterblichen schlicht nicht zugänglich, nicht ohne Hilfe der einen oder anderen Seite.

Die verläßlichste und zugleich (oder usächlich dafür) am weitesten verbreitete Erscheinungsform der Magischen Künste ist die Alchimie. Sie nutzt besondere Eigenschaften seltener Stoffe oder Objekte, um durch komplizierte Verfahren und Methoden auf die im Inneren verborgenen Kräfte eiinfacher Objekte Einfluß zu nehmen und diese zu verändern. Menschen haben es hier zwar weit gebracht, ihre Kunst bedeutet aber im Ganzen nur einen winzigen Bruchteil dessen, was im Potential dieses Methode möglich wäre, besäße man die volle Bandbreite des Wissens um die Natur der Dinge und die nötigen Hilfsmittel oder Kräfte, dies auch zu nutzen. Mittels der Alchimie ist es den Eingeweihten möglich, Materialien umzuwandeln und hilfreiche Substanzen herstellen, wie Teerfeuer oder Glasstein. Es gibt aber auch weit sinistre Anwendungen, welche sich mit Fleisch oder gar Seelen befassen. Allgemein sind die 'normalen' Schulen der Alchimie jedoch durchaus toleriert, gelegentlich gar respektiert - mehr als manch andere der Magischen Künste.

Ähnlich verbreitet, doch im Ganzen eher unbeliebt, ist das Fluchen. Einige Sterblich haben die Kunst entdeckt, eigene Spuren der Mächte aus ihrem Innern mit brachialer, geistiger Gewalt auf andere auszudehnen. Diese Tat ist immer mit einem Verlust für den Urheber verbunden, verändert jedoch dauerhaft das Ziel. Einige östlich Nomaden verbinden zudm diese Kunst mit einer weiteren, dem Geistbeschwören zur Hexenkunst, die sich auch einiger Techniken der Alchimie bedient. Freilich sind sowohl Geistbeschwören, als auch das Fluchen und die Hexenkunst den Uneingeweihten verhaßt, den eingeweihten Gelehrten sogar noch viel mehr. Diese Künste werden von den Inquisitoren vom Stuhl, den Vollstreckern Neu-Saturias und auch dem geheimen Orden der Jäger verfolgt.