Historia Arkanum

In diesen Dokumenten findet Ihr die Geschichte Arkanums, sowohl die faktische, als auch die Annahmen, Irrtümer und Wahrnehmungen jener, die dort leben. In den Reihen der subjektiven Geschichtsschreibung wären zunächst die Chronika Satyrika zu nennen, die Tyräischen Chroniken, welche die Geschichte des Weltreiches Saturia bis zu seinem Fall etwa 600 Jahre vor der subjektiven Gegenwart, die ini die Reichschroniken übergehen und auch in den Archiven des Stuhls enthalten sind. Überhaupt sind diese Archive, wären sie allgemein zugänglich, wohl die umfassendste und präziseste Geschichtsaufzeichnungen. Der Stuhl wacht jedoch eifersüchtig darüber und verwehrt jedem Uneingeweihten den freien Zugang. Nur wenige kommen in den Genuß, Teile dieser Sammlung - unter strengster Aufsicht - sichten zu dürfen.

Jenseits der Ära Saturias werden die Aufzeichnungen bereits diffuser. Die früh-hyatischen Reiche, die Hyadi, pflegten jeweils nur lokale, teilweise sogar nur familienbezogene Geschichtsaufzeichnungen und diese sind nicht immer objektiv. Abseits davon wären die Gesänge Valesians zu nennen, allerdings sind hier die Fakten weder chronologisch korrekt wiedergegeben, noch frei von mythologischen und dichterischen Verquickungen. Allerdings reichen auch diese gerade einmal bis in die letzten Ausläufer der Aeoniden. Da sowohl das alte Saturia, als auch die neuen Eoräischen Reiche und die antiken hyadischen Staaten in der selben Tradition stehen, decken sich ihre Weltanschauungen und kosmologischen Mythen weitgehend. Erstaunlicherweise stimmen sogar großteils mit den Legenden üb erein, die sich die Schemiten erzählen.

Allerdings kennen die Ephigäer, obwohl in die eoräischen Reiche eingebettet und der Triolischen Kirche untergeordnet, eine gänzlich andere Kosmologie. In ihr finden sich Motive der hyadisch-schemitischen Frühgeschichte, als auch Elemente der erschreckenden Phylexäischen Epigramme.

A propos, letztere zeichnen ein bedrückendes Bild der Welt, in welcher die Rolle der Menschen die eines bestenfalls zufälligen Nebenproduktes ist. Es handelt sich bei diesen "Grabschriften" um Bilder und Texte, welche man in den verzweigten Gewölben und Kavernen im Tal des Phylex im schemitischen Dyxaea gefunden hat. Die Epigramme fanden in einigen Kreisen Schems eine gewisse verbreitung, galten aber auch hier als bizarr, nicht gesellschaftsfähig und wurden belächelt. Das änderte sich, als schemitische Hexer und Alchimisten darin äußerst präzise und zutreffende Anleitungen und Antworten auf viele Fragen und Probleme der Artes Magicae fanden. Zu diesem Zeitpunkt waren Kopien der Epigramme bereits bis in die Gelehrtenkreise Neu-Saturias gelangt und von der Triolischen Kirche als gotteslästerliches Blendwerk wider dem Wahren Glauben gebrandmarkt worden. Der offenbare Wahrheitsgehalt der alchimistischen Angaben warf dann ein beunruhigendes Licht auf die anderen Inhalte und brachten den Stuhl in gewisse Verlegenheit, die jedoch per Edikt gelöst und jeglicher Widerspruch als Ketzerei deklariert wurde. Unter Alchimisten und Mystikern sind die Epigramme verbreitet, doch scheut man auch hier davor, den allgemeinen Aussagen Glauben zu schenken und beschränkt sich zumeist auf die rein Wissenschaftlichen Inhalte.

Weitreichendere und zutreffendere Aufzeichnungen besaßen wohl nur die Eloi selbst.