Hinricksfurth

Hinricksfurth (Heinrichs Furt)

Die weithin bekannte Stadt Hinricksfurth liegt im Nordostdreugtal, dessen inoffizielle Hauptstadt sie ist. Der Dreug durchfließt die Stadt von Südwesten nach Osten und teilt sie in Kleinhinricksfurth im Süden (die prominente Gegend) und Sunkenvenn im Norden. Der westliche Teil Sunkenvenns wird allerdings noch immer mit Hinricksmark bezeichnet.

Hinricksfurth ist eine der bedeutenderen Handelsstädte Aasterlunds, eine Position, die sie sich vor allem in neuerer Zeit verdient hat. Dank der Flußschifffahrt auf dem Dreug und einiger wichtiger Überlandrouten war die Stadt schon immer wichtig für den Handel. Da der Dreug auch noch durch das Land Tangramayne fließt, bevor er in die Kristallsee mündet (tatsächlich handelt es sich dabei bis zur Küste um die eigentliche Grenzlinie zwischen den beiden Reichen), hielt hier auch die weltoffene, um nicht zu sagen opportunistische Einstellung der Tangramiden Einzug und machten aus der Stadt einen recht kosmopolitischen Ort, in dem Handel und Gelegenheit stets mehr zählten, als politisches Proklamat oder religiöses Dogma. Die Universität Hinricksfurth ist über die Landesgrenzen hinweg bekannt und berühmt für ihren Alchimistischen Lehrstuhl und progressive Einstellung.

Es ist schon ein wenig peinlich für den Roten Stuihl in Astarte, daß eine der wenigen öffentlichen Hochburgen der mechanistischen Lehre ausgerechnet eine der großen Handelsstädte des eigenen Landes ist - noch dazu weniger als 40 Meilen entfernt. Doch alle Versuche, dies zu unterbinden scheiterten bisher an dem Einfluß der Stadt und nicht zuletzt der guten Beziehungen auch ins Nachbarreich Tangramayne.

Wie bereits erwähnt, ist die Alchimie hier ein wichtiger Teil des Handels und des Handelns. Seit nunmehr 90 Jahren gelten die hinricksfurther Tiegelsieder als hervorragende Alchimisten und Hersteller der besten, dauerhaftesten und feinsten Farben, Färbemittel und Färbeprozesse. Das Färben und der Export von Farben ist der mittlerweile wichtigste Handelszweig der Stadt. Als besonders erfolgreich stellte sich das Heinrichsblau heraus - eigentlich ein Purpurton, der zuvor aufwändig (und teuer) aus den Schalen von Magentaschallen (eine Schneckenart) gewonnen werden mußte.

Auf einen echten Blauton dagegen geht der Name einer überregional bekannten, nicht unbedingt wohlbeleumdeten Straße der Stadt zurück, die Blaue Gasse. Hier verunglückte ein Färbemitteltransport einer Alchimiehütte und verlor einen großen Teil seiner Ladung, welche fast die gesamte Länge der Gasse und einen großen Teil der Häuserfassaden blau einfärbte. Der Führer des Fuhrwerks hatte sich verfahren und das Gefährt kippte beim Wendeversuch in der engen Häuserschlucht um.